Vertragsrecht jura-basic (Handwerksrolle) - Grundwissen
   
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Handwerk

9. Handwerksrolle

Die Handwerksrolle ist das Verzeichnis der Inhaber eines Betriebes eines zulassungspflichtigen Handwerks.

Als Inhaber eines Betriebs eines zulassungspflichtigen Handwerks wird eine natürliche oder juristische Person oder eine Personengesellschaft in die Handwerksrolle eingetragen, wenn der Betriebsleiter die Voraussetzungen für die Eintragung in die Handwerksrolle mit dem zu betreibenden Handwerk oder einem mit diesem verwandten Handwerk erfüllt (§ 7 Abs. 1 HwO).

Die Handwerksrolle wird von der Handwerkskammer geführt.

In die Handwerksrolle wird z.B. eingetragen,

  • wer in dem von ihm zu betreibenden oder in einem mit diesem verwandten zulassungspflichtigen Handwerk die Meisterprüfung bestanden hat (§ 7 Abs. 1a HwO);

  • wer eine Ausnahmebewilligung nach § 8 oder § 9 Abs. 1 besitzt (§ 7 Abs. 3 HwO);

  • wer eine Ausübungsberechtigung nach § 7a oder § 7b besitzt (§ 7 Abs. 7 HwO);

  • Vertriebene und Spätaussiedler mit entsprechender Qualifikation (§ 7 Abs. 8 HwO).

Eine Ausübungsberechtigung

  • erwerben Personen, die in dem zulassungspflichtigen Handwerk ihren Prüfungsschwerpunkt an einer technische Hochschule oder Fachhochschule hatten (§ 7 Abs. 2 HwO) z.B. Ingenieure, wenn ihre Prüfung gleichwertig mit der jeweiligen Handwerksmeisterprüfung ist. Gleiches git für Industriemeister.

  • erlangen Altgesellen nach § 7b HwO. Der Geselle muss eine Tätigkeit von insgesamt sechs Jahren ausgeübt haben, davon insgesamt vier Jahre in leitender Stellung.

In besonders gelagerten Fällen kann die Eintragung in die Handwerksrolle auch über eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO erfolgen.

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Seite aktualisiert: 05.01.2009, Copyright 2017