Vertragsrecht jura-basic (AG Hauptversammlung) - Grundwissen
   
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Aktiengesellschaft (Organe)

Hauptversammlung

Gesellschafterversammlung

Die Hauptversammlung ist die Gesellschafterversammlung. Die Gesellschafter (Aktionäre) üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft in der Hauptversammlung aus, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt (§ 118 Abs. 1 AktG@).

Die Hauptversammlung beschließt (§ 119 AktG@) in den im Gesetz und in der Satzung ausdrücklich bestimmten Fällen, namentlich über

  • die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats, der u.a den Vorstand wählt

  • die Verwendung des Bilanzgewinns;

  • die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats;

  • die Bestellung des Abschlussprüfers;

  • Satzungsänderungen;

  • Maßnahmen der Kapitalbeschaffung und der Kapitalherabsetzung;

Über Fragen der Geschäftsführung kann die Hauptversammlung nur entscheiden, wenn der Vorstand es verlangt.

Die Hauptversammlung beschließt alljährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats (§ 120 AktG@).

Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf der Mehrheiten, die für die Maßnahmen oder für die Zustimmung zu dem Vertrag erforderlich sind.

Der Vorstand ist verpflichtet, die von der Hauptversammlung im Rahmen ihrer Zuständigkeit beschlossenen Maßnahmen auszuführen (§ 83 Abs. 2 AktG@).

Einberufung

Die Hauptversammlung ist in den durch Gesetz oder Satzung bestimmten Fällen sowie dann einzuberufen, wenn das Wohl der Gesellschaft es fordert (§ 121 Abs. 1 AktG@).

Der Vorstand ist für die Einberufung der Hauptversammlung zuständig (§ 121 Abs. 2 AktG@). Er muss einmal jährlich die ordentliche Hauptversammlung einberufen.

Die Einberufung ist in den Gesellschaftsblättern bekannt zumachen. Sie muss die Firma, den Sitz der Gesellschaft, Zeit und Ort der Hauptversammlung und die Bedingungen angeben, von denen die Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechts abhängen (§ 121 Abs. 3 AktG@).

Die Hauptversammlung ist mindestens dreißig Tage vor dem Tage der Versammlung einzuberufen (§ 123 Abs. 1 AktG@).

Die Einberufung muss die Firma, den Sitz der Gesellschaft sowie Zeit und Ort der Hauptversammlung enthalten. Zudem ist die Tagesordnung anzugeben § 121 Abs. 3 AktG@). Die Einberufung ist in den Gesellschaftsblättern bekannt zu machen. Sind die Aktionäre der Gesellschaft namentlich bekannt, so kann die Hauptversammlung mit eingeschriebenem Brief einberufen werden, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt(§ 121 Abs. 4 AktG@).

Die Hauptversammlung ist auch auf Verlangen einer Minderheit von Aktionären einzuberufen.

Die Hauptversammlung ist einzuberufen, wenn Aktionäre, deren Anteile zusammen den zwanzigsten Teil des Grundkapitals erreichen. Das Verlangen ist an den Vorstand zu richten (§ 122 Abs. 1 AktG@).

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Dokument-Nr. 000471

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